Kakao & Sorten
Welche Kakaosorten gibt es?
Im wesentlichen zählt man drei Kakaosorten auf der Welt – Forastero, Criollo und den Trinitario. Gemäß der herrschenden Meinung seitens der Kakaoexpertenwelt stellen der Forastero und der Criollo die UR-Sorten des Cacaos dar. Der Trinitario ist aus der natürlichen Ehe (Kreuzung) der beiden UR-Sorten (Criollo und Forastero) hervorgegangen.
Worin unterscheiden sich Adiwa, Aloha und Kukulkan?
Diese drei Sorten basieren allesamt auf einer Acriollado-Kakaobohne aus der Region Sur del Lago, Venezuela. Sie alle unterscheiden sich in der Verarbeitung, in ihrer letztlichen Form, in Ihrem wahrgenommen Aromaspektrum und in ihrer Wirkung. Letztere darfst du selber für dich explorieren und variiert von Seele zu Seele. Begonnen mit Aloha, über Adiwa bis hin zu Kukulkan variieren die Verarbeitungszeiten bzgl. des Mahlens zwischen 12, 18 und 24 Stunden. Das längere Mahlen führt zu einem feineren Ergebnis, so dass der Aloha der “Gröbste” und der Kukulkan der “Feinste” Kakao ist. Adiwa liegt dazwischen. In den Fotos kannst du auch sehen, dass jeder Kakao in verschieden Formen daher kommt. Aloha kommt in kleinen Bruchstücken, während der Adiwa in etwas größeren und eben schon feineren Bruchstücken daher kommt, während der Kukulkan in Form von Drops, bzw. kleinen runden Plättchen kommt.
Wo kommt euer Kakao her?
Alle unsere Kakaos kommen aus Venezuela. Ein Teil kommt aus der Kooperation mit dem Kakaobauern Agustin aus der Region Sur del Lago (Aloha, Adiwa und Kukulkan). Weitere Kakaos stammen aus unserem direkten Partnerprojekt in Macuro, Region Paria, Bundesstaat Sucre, sowie aus unserer eigenen Hacienda in Caripito, Bundesstaat Monagas. Weiterhin werden potenziell Kakaos aus Venezuela, sowie perspektivisch aus anderen direkten und fairen Kooperationen mit anderen Partnern in anderen lateinamerikanischen Ländern den Weg zu uns finden.
Mit wem arbeitet Mayamunay in Venezuela zusammen?
Unser Kakao kommt aus der Region Sur de Lago aus der direkten Kooperation mit dem Kakaobauern Agustin, sowie seiner Kooperation mit weiteren Kakaobauern. Des weiteren stammt unser Kakao aus unserem direkten Partnerprojekt Macuro. Sowohl der Besuch der Hacienda von Agustin, als auch mehrfache Besuche und längere arbeitsintensive Aufenthalte in Macuro, habe ich, David, vor Ort erfahren und auch für Interessierte kreiert. Mir war und ist es wichtig, vor Ort die Bauern, die Lebensbedingungen und natürlich die Erde, den Dschungel und den Kakao selbst kennenzulernen, und in alle wundervollen Prozesse eingebunden zu sein.
Des weiteren wirken wir im wesentlichen mit zwei wundervollen Seelen Venezuelas zusammen, ohne die Maya Munay nicht da sein würde, wo wir uns befinden. Luis und Marlene. Marlene war mein erster Kontakt im Kakaobereich Venezuelas. Nachdem ich ihr von meiner Vision erzählte, holte sie Luis hinzu. Marlen ist Juristin für Menschenrechte in Venezuela und zugleich Chocolatier und stammt ursprünglich aus einer der unzähligen Kakaoregionen Venezuelas und ist mir Ihren Großeltern auf Kakao-Haciendas groß geworden. Luis nenne ich immer den Tesla des Kakaos. In nunmehr bald 10 Jahren, die ich mich mit Kakao umgeben darf, bin ich noch nie jemanden begegnet, der so ein Fachwissen und so eine Erfahrung rund um Kakao in sich trägt und teilt. Vom Anbau bis zur Verarbeitung über Kakaomasse bis hin zu Schokolade und zusätzlich alle wirtschaftlichen Bereiche können wir mit ihm auf 30 Jahre Projekterfahrung im Bereich des Kakaos, nicht nur in Venezuela, sondern auch in anderen lateinamerikanischen Ländern und auch der Welt zählen. Seines Zeichens - und von seiner originären Ausbildung - ist Luis Agraringenieur. Mit diesem Team aus geballter Schokolade, unendlicher anmutender Erfahrung und Fachwissen, sowohl im Kakao- aber auch im juristisch-legalen Bereich, fühlen wir uns gesegnet und reich beschenkt und für alle Schritte vor allem noch hinzukommend in einem Land wie es aktuell Venezuela ist, optimal vom Göttlichen zusammengewürfelt.
Ist euer Kakao biologisch oder fair angebaut?
Unser Kakao wächst in Mischwäldern im Dschungel – man könnte sagen, in einem natürlichen Agroforstsystem, das auch permakulturellen Prinzipien entspricht. Er gedeiht also organisch und im Einklang mit seiner Umgebung.
Wenn wir unter biologisch verstehen, dass keinerlei künstliche Substanzen eingesetzt werden, dann können wir das mit voller Überzeugung bejahen. Auf unserer Hacienda verwenden wir ausschließlich natürliche Materialien: herabgefallene Blätter, die Schalen der Kakaofrüchte und andere im Wald vorhandene organische Stoffe dienen uns als Kompost und Dünger.
Darüber hinaus pflegen wir die Böden durch das Zurückschneiden der Bäume, das Mulchen von Pflanzenresten sowie durch Wurmkulturen, aus denen ein nährstoffreicher Flüssigdünger entsteht. Unser Ansatz ist dabei einfach: Wir nähren nicht die Pflanzen, sondern die Erde. Denn eine gesunde Erde schenkt uns gesunde Pflanzen – und daraus erwächst schließlich auch ein besonders kraftvoller Kakao.
Ist euer Kakao vegan und glutenfrei?
Ja, das ist er.
Wirkung & Anwendung
Wie lange ist der Kakao haltbar?
Nach den geltenden Lebensmittelschutzbestimmungen ist Kakao ab dem Zeitpunkt der Verarbeitung der Bohnen zur Kakaomasse zwei Jahre lang haltbar. Bei optimaler Lagerung – also in einem geschlossenen Glas, lichtgeschützt und bei Zimmertemperatur (idealerweise unter 26 °C) – bleibt unser Kakao jedoch erfahrungsgemäß deutlich länger genießbar. Uns ist bislang kein Fall bekannt, in dem er danach nicht mehr gut war – im Gegenteil: oft schmeckt er selbst nach längerer Zeit noch wunderbar aromatisch.
Wie bereitet ihr euch euren Kakao zu?
Am schönsten gelingt dein Kakao, wenn du ihn mit Liebe, Zeit und Achtsamkeit zubereitest. Verwende Wasser und/oder (Pflanzen-)Milch – ganz nach deinem Geschmack – und rühre ihn mit einem Löffel oder Schneebesen cremig, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Verfeinere ihn gerne mit deinen Lieblingsgewürzen wie Zimt, Chili, Vanille oder Kardamom.
Für den Erhalt der Vitalstoffe solltest du den Kakao nicht über 45 °C erhitzen. Wenn du ihn jedoch lieber heiß genießt, darfst du natürlich selbst spüren, wie sich das auf Geschmack und Wirkung für dich auswirkt.
Traditionell wird der Kakao bei den Mayas für rituelle Zwecke gekocht – dabei geht es weniger um die Nährstoffe, sondern um die Energie und den Geist des Kakaos. Durch das längere Erhitzen wird das Element Feuer gestärkt, was den Kakao kraftvoller, aber auch etwas bitterer macht.
Letztlich gibt es kein „richtig“ oder „falsch“ – experimentiere, spüre hinein und finde heraus, welche Zubereitung sich für dich am stimmigsten anfühlt.
Kann ich euren Kakao auch kalt zubereiten?
Gute Frage? Warum nicht? Einfach ausprobieren....
Welche Wirkung hat Kakao auf Körper, Geist und Herz?
Gibt es eine empfohlene Tagesmenge für Kakao?
Laut der herrschenden Meinung der Wissenschaft, sollte ein ausgewachsener Mensch wohl angeblich nicht mehr als durchschnittlich 30g pro Tag zu sich nehmen. Es wird basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen geäußert, dass ein höherer Konsum die Leber beeinflussen würde. Letztlich sind solche Aussagen immer mit Vorsicht zu genießen und auch dem eigenen Experimentieren zu unterziehen. Grundsätzlich ist man wohl gut beraten, wenn man nie von etwas exzessiv über längere Zeiträume etwas konsumiert. Hmmm...ist das wirklich so?
Ist Kakao koffeinhaltig?
Ja
Wie unterscheidet sich der Effekt von Kakao zu Kaffee?
Kakao, bezogen rein auf die Aktivierung und Energetisierung des menschlichen Körpers und Minds, wirkt länger und schüttet seine Energie gleichmäßiger aus.
Kann ich Kakao auch trinken, wenn ich schwanger bin oder stille?
Ja. Es gibt bislang keine uns bekannten Nebenwirkungen oder Erfahrungen, die den Konsum von Kakao in diesen besonderen Zeiten entgegensprechen würde.
Jeder Körper ist dennoch anders und du darfst gern darauf achten, wie du dich fühlst.
Kakao enthält viele Nährstoffe, die begünstigend sein können während einer Schwangerschaft oder Stillzeit.
Achten solltest du womöglich auf die Dosis. Übermäßiger Konsum Kakao kann schon zu Herzrasen, Unruhe oder Durchfall führen.
Gegen Ende der Schwangerschaft kannst du gern schauen, ob du mit Kakao arbeiten möchtest und das mit deiner Hebamme/Arzt absprechen. Kakao wirkt leicht(!) wehenfördernd und kann ein guter Begleiter während der Geburt sein.
Grundsätzlich gilt immer, achte auf deinen Körper und spreche bei Bedenken mit deinem Arzt oder Hebamme.
Eignet sich der Kakao auch für Kinder?
Nach unserer Erfahrung eignet sich unser Kakao auch wunderbar für Kinder. Er wirkt – genau wie bei Erwachsenen – herzöffnend und harmonisierend, schenkt oft ausgeglichene Energie und kann das emotionale Wohlbefinden unterstützen.
Wie bei allem reagiert jedoch jedes Kind individuell: Während manche Eltern berichten, dass ihr Kind nach Kakao besonders lebendig ist, erzählen andere, dass ihr Kind dadurch ruhiger und gelassener wird.
Kakao gehört zu den komplexesten und nährstoffreichsten Lebensmitteln, die wir kennen – und hat aus unserer Sicht durchaus seinen Platz in einer bewussten Ernährung, auch für Kinder. Schön ist es, wenn Eltern die Erfahrung offen gestalten, ohne Erwartungen – und einfach beobachten, wie ihr Kind auf den Kakao reagiert.
Zeremonien & Community
Wie läuft eine Kakaozeremonie ab?
Das kann ganz unterschiedlich sein – denn im Grunde kann alles eine Zeremonie sein.
Eine Lehrerin sagte einmal in meinem Beisein:
„Wenn du von der Form alles abziehst und die Liebe übrig bleibt, dann ist alles richtig.“
– Ana Lahak, mexikanische Medizinfrau
Und genau darum geht es: Eine Zeremonie ist ein bewusst erlebter Moment.
Das ganze Leben ist eine Zeremonie – wir bemerken es nur selten.
Wenn ich eine Kakaozeremonie gestalte, dann geht es mir darum, im Moment anzukommen, mir bewusst zu machen, dass dieser Augenblick die gesamte Schöpfung in sich trägt – und dass ich selbst sowohl ein Teil davon als auch das Ganze bin.
Oder, wie Rumi sinngemäß sagte:
„Ich bin ein Wassertropfen im Ozean – und der Ozean im Wassertropfen.“
Wie hast du selbst Kakaozeremonien kennengelernt?
Meine erste Kakaozeremonie erlebte ich vor fast zehn Jahren bei Nana Marina, einer Medizinfrau am Lago de Atitlán in Guatemala – eine Erfahrung, die mich tief geprägt hat.
Der Kakao wird dort liebevoll geröstet, von Hand geschält, gemahlen und anschließend gekocht – ja, richtig gehört, gekocht!
Ich erinnere mich, wie überrascht ich war, als Nana Marina mich ansah und sagte:
„Na, du Gringo – du denkst sicher: Warum kocht sie den Kakao, da gehen doch alle Nährstoffe kaputt?“
Ertappt. Genau das dachte ich.
Doch sie lächelte und erklärte:
„Ihr Europäer seid so fanatisch mit eurer Ernährung. Kakao besteht aus allen Elementen – auch dem Feuer. Wenn ich den Kakao zubereite und in die Gruppe hineinspüre, fühle ich, wie viel Transformationsfeuer gebraucht wird – und dementsprechend lange koche ich ihn.“
Diese Worte haben meine Sicht auf Kakao nachhaltig verändert.
Was passiert während einer Kakaozeremonie?
Nachdem der Kakao gesegnet, besungen und mit Intention geladen wurde, beginnt die eigentliche Zeremonie.
Ein Feuer wird entzündet, die Himmelsrichtungen und Elemente werden angerufen, und der Geist des Kakaos wird eingeladen.
In Guatemala werden zudem Tabak und Blumen als Gaben an Mutter Erde, das Wasser, die Luft und das Feuer übergeben – als Ausdruck von Dankbarkeit und Verbundenheit.
Tabak gilt in der traditionellen Medizin als der erste Pflanzengeist, der auf die Erde kam, und wird als großer Lehrer verehrt.
Während der Kakao nach etwa 45 Minuten seine Wirkung entfaltet, öffnet sich das Herz, der Geist wird klar, und es beginnt eine innere Reise – oft begleitet von Musik, Gebeten oder stillen Momenten.
Gefühle dürfen fließen: Tränen, Lachen, Frieden.
Es geht um Herzöffnung, Reinigung, Vergebung und Verbindung – mit sich selbst, der Gruppe und der Erde.
Gibt es ein bestimmtes Ritual beim Trinken?
Ja – bevor ich den Kakao trinke, schenke ich den ersten Tropfen Mutter Erde oder Großvater Feuer.
Das ist ein Akt der Dankbarkeit und Erinnerung daran, dass alles Leben miteinander verbunden ist.
Was ist das Ziel einer Kakaozeremonie?
Es gibt kein festes Ziel.
Kakao lädt uns ein, langsamer zu werden, uns selbst zu spüren und mit offenem Herzen zu begegnen – uns selbst, anderen und dem Moment.
Es ist weniger ein Tun als ein Sein.
Und manchmal genügt genau das, um etwas zu bewegen.
Kann man euch auf einer eurer Kakaohaciendas besuchen?
Ja, sehr gerne!
Ich, David, und teilweise auch weitere Mitwirkende von Maya Munay reisen jedes Jahr zu Beginn des Jahres auf die Kakaohaciendas unserer Projekte. Dort unterstützen wir die Arbeit vor Ort, legen selbst Hand an die Erde und die Kakaobäume – und lernen jedes Mal aufs Neue von den wundervollen, liebevollen Menschen, die dort leben und wirken.
Die nächste Reise findet im März 2026 statt.
Du bist herzlich eingeladen, uns zu begleiten – für eine Woche oder, wenn du möchtest, auch bis zu vier Wochen.
Wir unterstützen dich bei der Organisation und stehen dir während der gesamten Zeit zur Seite.
Vor Ort übernimmst du im Wesentlichen deine eigenen Kosten und leistest einen Beitrag für die Projekte sowie für die Organisation von Maya Munay.
Kann ich mit eurem Kakao auch meditieren oder Yoga praktizieren?
Ja, absolut!
Kakao eignet sich wunderbar als Begleiter für Yoga, Meditation oder eine bewusste Zeremonie mit dir selbst.
Er unterstützt dich dabei, nach innen zu reisen, das Herz zu öffnen und in einen liebevollen Dialog mit dem Geist des Kakaos zu treten.
Viele Menschen erleben dabei eine tiefere Verbindung zu sich selbst, zu ihrem Körper und zum Moment.
Auch bei Tanzritualen, Kreativarbeit oder in achtsamer Zweisamkeit mit deinem Partner oder deiner Partnerin kann Kakao eine sanfte, verbindende und herzöffnende Wirkung entfalten.
Wie kann ich mit euch zusammenarbeiten?
Du kannst Botschafter bei uns sein. Du kannst unseren Kakao mit anderen Menschen als Afiliate oder auch als B2B Kunden teilen. Wenn du Zeremonien mit unserem Kakao teilst, kannst du es Interessierte wissen lassen, in dem du deine Zeremonie/dein Event in unserem Eventkalender auf unserer Homepage einträgst. Hier gehts zu den entsprechenden Seiten (Afiliate, Botschafter, Baumpatenschaft und der Eventkalender).
Partnerschaft & Unterstützung
Gibt es ein Affiliate-System?
Ja, es gibt ein Afiliatesystem. Klicke hier um mehr zu erfahren Affiliate Programm
Wie kann ich eure Vision und eure Projekte unterstützen?
Boahhhh geil, dass du dich das fragst...Du kannst uns deine Ideen, Inspirationen und deine Zeit teilen, wie du mit Kakao und uns, deine und unsere Welt, Schritt für Schritt zu mehr Frieden bringen möchtest. Nebenbei kannst du uns natürlich Geld spenden und/oder eine Baumpatenschaft übernehmen. Des weiteren kannst du dabei mitwirken, Kakao wieder, neben Kaffee und Tee, als 3. “Kraft” in die Gesellschaft zu bringen. Ggf. Kennst du einen Bioladen deines Vertrauens, eine Bar oder dir fällt sonst noch was ein, wo du uns und unseren Kakao gerne sehen würdest. Werde ein Baumpate